Dirvish default error (10) — error in socket IO Fehler – Lösung

Wenn du mit Dirvish arbeitest – einem populären Backup-Tool unter Linux – kann es vorkommen, dass du beim Ausführen von Backups auf den Fehler

Dirvish default error (10) -- error in socket IO

stößt. Dieser Fehler tritt häufig auf, wenn das Backup aufgrund von Netzwerkproblemen oder fehlerhaften Konfigurationen nicht korrekt gestartet werden kann. In diesem Artikel erklären wir die möglichen Ursachen und zeigen konkrete Lösungen.

root@backup:~# dirvish --vault server01-srv
mount: /mnt/srv_snapshot: mount point does not exist.
dirvish server01-srv:default error (10) -- error in socket IO
umount: /dev/data/srv_snap: not mounted.
dirvish error: branch /srv/rsync1/server01-srv:default image 2025-08-29--14-35 failed

Was bedeutet der Fehler „Dirvish default error (10) – error in socket IO“?

Der Fehler „error in socket IO“ weist darauf hin, dass Dirvish beim Versuch, eine Verbindung zu einem Remote-Host herzustellen, auf ein Problem mit der Socket-Kommunikation gestoßen ist.
Sockets sind in diesem Kontext die Schnittstelle, über die Dirvish Daten zwischen deinem Backup-Server und dem Zielsystem überträgt.

Ursachen können sein:

  1. Netzwerkprobleme – Unterbrechungen in der Verbindung oder Paketverluste.
  2. SSH- oder rsync-daemon-Verbindungsprobleme – Dirvish verwendet entweder SSH oder den rsync-daemon für die Übertragung.
  3. Fehlerhafte Konfiguration – Falsche Pfade, Benutzerrechte oder Backup-Parameter.
  4. Speicherprobleme – Wenn der Zielhost nicht genügend Speicher oder Inodes hat, kann dies ebenfalls zu Socket-Fehlern führen.

SSH vs. rsync-daemon

Dirvish kann Backups über SSH oder direkt über den rsync-daemon durchführen.

  • SSH: Standardmethode, verschlüsselt die Verbindung, benötigt SSH-Zugang.
  • rsync-daemon: Direkter Zugriff auf den rsync-Dienst, schneller, aber weniger verschlüsselt.

Prüfen, welche Methode verwendet wird

In der Vault-Konfiguration (/etc/dirvish/<vault>.conf) siehst du:

server: <remote-host>
client: <user>
method: rsync
  • SSH-Verbindung: server:<user>@host und kein expliziter Daemon-Port
  • rsync-daemon: server: rsync://host/module

Prüfen, ob der rsync-daemon aktiv ist

Auf dem Zielhost kannst du prüfen, ob der rsync-daemon läuft:

ps x | grep rsync
  • Läuft er, siehst du den Prozess: rsync –daemon
  • Läuft er nicht, ist das der Grund für den Socket-Fehler.

Die Ausgabe sieht so aus:

root@server01:~# ps x | grep rsync
1574616 ?        Ss     0:00 rsync --daemon
1581956 pts/1    S+     0:00 grep --color=auto rsync

rsync-daemon aktivieren

Falls der Daemon nicht aktiv ist, kannst du ihn starten:

rsync --daemon
  • Testen, ob der Dienst läuft:
sudo systemctl status rsync

rsync-daemon für Autostart aktivieren

Damit der rsync-Dienst beim Hochfahren des Servers automatisch startet:

sudo systemctl enable rsync

Schritt-für-Schritt-Lösungen

1. Netzwerkverbindung prüfen

ping <remote-host>
ssh <user>@<remote-host>
  • Wenn der Ping fehlschlägt → Netzwerkproblem
  • Wenn SSH fehlschlägt → Firewall oder SSH-Dienst prüfen

2. SSH-Zugriff testen

ssh -i /pfad/zum/private_key <user>@<remote-host> 'ls'
  • Öffentlichen Schlüssel hinterlegen: ~/.ssh/authorized_keys
  • Berechtigungen prüfen

3. Backup-Konfiguration prüfen

  • Pfad prüfen: /backup/vault existiert auf dem Remote-Host
  • Benutzerrechte prüfen: Lese-/Schreibrechte für den Backup-Benutzer
  • Vault-Konfiguration: Korrekte Angaben für Server, Client, Methode

4. Firewall und Ports prüfen

  • SSH (Port 22) oder rsync-Daemon (Port 873) offen:
sudo ufw status
sudo iptables -L

5. Temporäre Dateien und Speicherplatz prüfen

df -h
df -i
  • Speicherplatz oder Inodes prüfen und ggf. aufräumen

6. Dirvish im Debug-Modus starten

dirvish --test --verbose --debug <vault>
  • Detaillierte Fehleranalyse

Fazit

Der „Dirvish default error (10) – error in socket IO“ tritt meist durch Verbindungsprobleme, fehlerhafte SSH- oder rsync-Konfiguration oder fehlende Rechte auf.

  • Prüfe, ob SSH oder der rsync-daemon verwendet wird.
  • Stelle sicher, dass der rsync-daemon auf dem Zielhost aktiv ist und bei Bedarf autostart aktiviert ist.
  • Teste Netzwerk, Berechtigungen und Speicherplatz.

Mit diesen Schritten lassen sich Socket-Fehler in Dirvish zuverlässig beheben, sodass Backups wieder fehlerfrei laufen.

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